Unsere Gärtnerei

Unsere Gärtnerei

Mit dem Dorfgarten in Hebenshausen möchten wir eine nachhaltige Landwirtschaft aufbauen, die den Menschen vor Ort lokale Lebensmittel bietet. Hierfür ist uns eine Orientierung an Grundsätzen des ökologischen Landbaus wichtig. Wir sind jedoch nicht zertifiziert. Wir streben an, mit unseren Lebensmitteln Menschen aus der Gemeinde Neu-Eichenberg, den anliegenden Dörfern und Göttingen zu versorgen. Dadurch soll nicht nur der Transportweg der Lebensmittel gering gehalten werden, sondern auch der Austausch zwischen Gärtner*innen und Verbraucher*innen einfach möglich sein. Ihr erhaltet Zugriff auf frisches und gesundes Gemüse aus der direkten Umgebung.

Die Gärtner*innen

Wir sind derzeit 5 Menschen, die sich trotz ihrer Verschiedenheit für das Gärtnern und die Strukturen, die eine SoLawi bietet, begeistern und gemeinsam gestalten wollen um alle Interessierten mit Gemüse zu versorgen. Die Strukturen bauen sich nur langsam auf, sodass auch in diesem Jahr die Gärtner*innen nur nebenberuflich im Dorfgarten tätig sein können.

Hintergrund

Uns verbindet das große Interesse daran, marktunabhängig Gemüse zu produzieren, uns in lokale Strukturen einzubringen und bei der Entwicklung und Planung eines neuen Projektes dabei zu sein. So bietet der Dorfgarten uns und seinen Mitgliedern einen Ort zum Handeln und Lernen. Eine große Bedeutung hat es auch, selbst dafür verantwortlich zu sein, wie das Gemüse produziert wird und genau zu wissen, wer es später verwertet.

Der Ort und die Flächen

Hebenshausen liegt infrastrukturell gut angebunden an der Verbindung nach Witzenhausen und Göttingen. Es ist umgeben von landwirtschaftlichen Flächen, von denen uns einige, für die örtlichen Landwirte eher weniger interessanten Flächen, zur Verfügung stehen. Wir nutzen dadurch ca. 1,5 ha Freilandfläche, verteilt auf 4 Einzelstücke, sowie einen Folientunnel und ein Kalt-Gewächshaus.

So wirtschaften wir

Wir orientieren uns an den Grundsätzen des ökologischen Landbaus, verzichten aber bewusst auf die staatliche Bio-Zertifizierung, da wir durch das Konzept der solidarischen Landwirtschaft den direkten Kontakt zu unseren Mitgliedern haben, nicht an einen anonymen Markt verkaufen müssen, auf dem eine Zertifizierung eine Sicherheit darstellt und wir unser Wirtschaften komplett transparent machen. Ihr könnt jederzeit vorbei kommen, uns beim Arbeiten über die Schulter schauen oder selbst mit anpacken und euch davon überzeugen, was wir tun.

  • Wir sind bestrebt Fruchtfolgen einzuhalten und die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig zu verbessern.
  • Unser Saatgut beziehen wir ausschließlich aus ökologischer Züchtung (vorwiegend über die Bingenheimer Saatgut AG). Andere Saatgutquellen sind Sativa (Schweiz), Reinsaat AG (Österreich), Dreschflegel oder eigene Vermehrung.
  • Wir verwenden vorwiegend samenfeste Sorten und verzichten auf Gentechnik und CMS-Hybriden
  • Die Jungpflanzenanzucht erfolgt überwiegend im Dorfgarten, in Kooperation mit anderen ökologisch wirtschaftenden Betrieben in der Region oder in Einzelfällen von Anzuchtbetrieben (Homann).
  • Unsere Erde ist nicht selbst produziert. Wir bestellen ein Bio-Substrat bei Floragard – der Torfanteil lässt sich noch nicht vermeiden.
  • Unsere Düngung erfolgt zum Großteil auf pflanzlicher Basis mit Ackerbohnenschrot aus der Region. Wir verwenden keine schnell löslichen mineralischen Dünger. Wir verwenden keine tierische Dünger aus Massentierhaltung, wie Hornspäne, Blutmehl oder dergleichen.
  • Auf dem Acker gibt es eine hohe Diversität
  • Die Beikrautregulierung erfolgt mechanisch
  • Wir streuen das Risiko von Ertragsausfällen durch eine Vielzahl an Kulturen und verschiedene Sorten
  • Wir versuchen örtliche Ressourcen und Strukturen zu nutzen und uns mit umliegenden Landwirten, Gärtnereien und SoLawis zu vernetzen
  • Dieses Jahr wollen wir erstmals Erfahrungen sammeln in der eigenen Produktion von Saatgut

Saatgut-Initiative

In der SoLawi Hebenshausen besteht seit 2015 die Saatgutinitiative des Dorfgartens, die auf den Flächen des Dorfgartens Saatgut vermehrt und dieses an den Dorfgarten und an andere SoLawis abgibt. Im letzten Jahr haben wir bereits allerlei Saatgut gewonnen:

  • Verschiedene Tomatensorten
  • Zucchini
  • Busch- und Stangenbohnen
  • Zuckererbsen
  • Mangold
  • Salat
  • Pastinaken
  • Schnittlauch und Petersilie
  • Drachenkopf („Bienenblume“ und Teepflanze)

Das Gemüse aus diesem lokal vermehrten Saatgut werdet ihr in der kommenden Saison verzehren können. Außerdem sind Rote Beete und Möhren, die aktuell geliefert werden, auch z.T. aus eigenem Saatgut aus 2015 gewachsen. Auch dieses Jahr werden wir wieder Samenbau betreiben und an dem Konzept der Saatgutarbeit auf SoLawis weiterarbeiten. Wer sich für diese Arbeit interessiert, kann sich gerne an uns wenden:

saatgut@dorfgarten.org

Unseren aktuellen Flyer findet ihr hier!