Logistikgebiet

Großes Logistikgebiet in Planung

Seit vielen Jahren wird die Idee eines 80 bis 100 Hektar großen Lo­gistikgebiets zwischen Eichenberg Bahnhof und Hebenshausen voran­getrieben. Während der Dorfgarten seit Jahren auf der Suche nach einer zusammenhängenden Fläche von 2-3 ha hier in der Nähe unserer Betriebsstätte ist, sollen mehr als 80 ha in unmittelbarer Nähe für ein Logistikgebiet zugebaut werden. An dieser Stelle möchten wir betonen, dass es dem Dorfgarten in seinem Engagement gegen das Logistikgebiet nicht darum geht, die angedachte Fläche selbst zu bewirtschaften (was auch völlig unrealistisch für unsere kleinstrukturierte Gärtnerei ist). Die Fläche wurde in den vergangenen Jahrzehnten durch die Domäne bewirtschaftet und wir solidarisieren uns mit dem Familienbetrieb, dem nun gekündigt wurde und der somit seine Betriebsstätte und sein Land verliert.

Ganz klar ist: Es geht dem Dorfgarten bei dem Protest nicht um den eigenen Nutzen, sondern um gesamtgesellschaftliche Fragen. Sollte bestes Ackerland nicht für Landwirtschaft genutzt werden statt für ein Logistikgebiet? Was bedeuten Flächenversiegelung und die zunehmenden Emissionen durch Warentransporte in Zeiten des Klimawandels? Wer profitiert von dem Gebiet, und wer verliert?

Die Pläne zum Logistikgebiet haben bisher zur Verschuldung der Gemeinde geführt und die Bevölkerung in Neu-Eichenberg gespalten. Die Gemeinde verspricht sich Grund- und Gewerbesteuer sowie Ar­beitsplätze. Doch genaue Zahlen nennen kann niemand.

Demgegenüber stellt sich gesamtgesellschaftlich die Frage, ob ein Lo­gistikgebiet überhaupt sinnvoll ist. Ökologisch ist es eine Katastrophe: bestes Ackerland wird versiegelt und durch erhöhten Transport und Warenverteilung werden klima- und gesundheitsschädliche Emissionen erzeugt. Die Konkurrenz um Flächen wird immer weiter ver­schärft.

Themenwerstatt: Den Ausstieg denken! Teil III. Donnerstag 24.05.2018, 18 Uhr Dorfgemeinschaftsraum, Forstweg 7, Eichenberg-Dorf

Verschiedene Vertreter*innen der Politik lassen verlauten, das Logistikgebiet sei beschlossene Sache, daran sei nicht zu rütteln. Vielmehr gelte jetzt, das Beste daraus zu machen und die Beeinträchtigung für die Menschen der Gemeinde so gering wie möglich zu halten.

1,1 Millionen Euro haben die Planungen für das Logistikgebiet bisher gekostet, und diese Kosten müsste die Gemeinde tragen, wenn sie aus den Planungen aussteigen würde. Stattdessen ist eine Idee, für weitere 8 Millionen Euro den ersten Teil des Gebiets zu erschließen, ob mit Investor oder ohne. Wenn dann am Ende doch kein Investor kommt, muss die Gemeinde dem Land die Fläche für 5 Euro pro Quadratmeter abkaufen... Für die gesamte Fläche von 100 Hektar wäre das im allerschlimmsten Fall 5 Millionen Euro.

Das heißt: So billig wie jetzt bekommen wir den Ausstieg nie wieder!

Aussteigen geht nicht? Wirklich?

Frei nach dem Motto: „Geht nicht gibt’s nicht“ laden wir ein zu einer Themenwerkstatt, um kreativ daran zu arbeiten, wie ein Ausstieg doch klappen könnte – ohne die Gemeinde finanziell zu ruinieren.

Weitere Infos findet ihr unter: http://www.neb-bleibt-ok.de/ !